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Volkstriathlon am Silbersee: 158  Freizeitsportler machten mit

Große Herausforderung: Die Sportler mussten beim Silberseetriathlon 700 Meter im Silbersee zurücklegen.

Frielendorf. Mehr als 150 kunterbunte Badekappen waren beim 22. Volkstriathlon am Sonntagmorgen im wohltemperierten Silbersee auszumachen.

158 Triathleten wagten den Sprung in den See und schwammen eine Strecke von 700 Metern. Während die einen schon nach gut zehn Minuten das Ufer wieder erreicht hatten und unter jubelndem Beifall der zahlreichen Zuschauer zum Wechselplatz eilten, steuerten andere noch auf die Wendeboje am gegenüberliegenden Ufer zu. „Das Schwimmen ist immer die größte Herausforderung“, hieß es auch von den Wertungsrichtern des Wettkampfes.

Nach gut 30 Minuten hatten dann aber auch die Brustschwimmer das Ufer wieder erreicht und machten sich sichtlich geschafft zum Radfahren auf. „Es ist eben ein Volkstriathlon. Hier können ambitionierte Spitzenathleten ihr Können zeigen, wie auch die Hobbysportler mit von der Partie sein können“, meinte Bürgermeister und Schirmherr Thorsten Vaupel. In diesem Jahr sei der Wettbewerb schon eine Woche vor dem Startpfiff ausgebucht gewesen. Zwar fehlten am Start ein paar der angemeldeten Teilnehmer, doch seien wahrscheinlich die hohen Temperaturen nicht jedermanns Sache.

Die Wetterbedingungen am frühen Sonntagmorgen aber stimmten, denn nach dem Bad im 26 Grad warmen Silbersee, begleitete noch ein wenig Wind die Radler auf der 26 Kilometer langen Strecke über Lenderscheid, Großropperhausen, Obergrenzebach, Spießkappel zurück zum See. Kaum war diese Strapaze beendet, stand noch der fünf Kilometer Lauf an. Hier ging es einmal rund um den See nach Wernswig und dann zum Zieleinlauf am See zurück.

Für die vierköpfige Familie Droste-Hannig war der Wettkampf ein Familienduell. Die beiden Söhne Marvin (24) und Kevin (25) wollten einmal testen, wie es um die Fitness der Eltern bestellt ist. Claudia Droste und Ralf Hannig gingen als durchtrainierte und erfahrene Triathleten völlig gelassen an den Start. „In diesem Jahr habe ich bestimmt noch keine Chance gegen die erfahrene Generation. Im nächsten Jahr aber haben die Eltern bestimmt das Nachsehen“, scherzte Kevin, der zum ersten Mal an einem Triathlon teilnahm.

Ein weiteres familiäres Duell lieferten sich die Neukirchener Brüder Benjamin und Robin Reitz. Das Brüderpaar schwamm in Windeseile durch den See und stieg als erstes aus dem Wasser.

Auch für Familie Lohrengel aus Jesberg sollte es ein aufregender Sonntag werden. Die beiden Kinder Eric und Franka standen mit Opa und Oma am Seeufer, hatten sie doch Mama und Papa anzufeuern. „Papa ist ein ganz großer Triathlet. Mama ist zum ersten Mal dabei. Wir dürfen sie nicht verpassen“, sagte Franka, die die ersten Wettkampfschritte ihrer Mama Silke mit dem Handy festhielt.

„Unser Triathlon hat familiären Charakter. Die über 80 Helfer vom TSV Spieskappel, der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und der Polizei arbeiten super zusammen: ein eingespieltes Team“, lobte Bürgermeister Thorsten Vaupel das Engagement der Ehrenamtlichen.